Shopify Limitierungen Shopify Limitierungen

Shopify Limitierungen

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Technische Limitierungen & Lösungen

Shopify zählt zu den modernsten E-Commerce-Plattformen am Markt: schnell, zuverlässig, sicher. Doch trotz aller Vorteile gibt es Szenarien, in denen das System an seine Grenzen stößt. Einige davon sind technischer Natur, andere eher strategisch.

Wichtig: Viele Einschränkungen lassen sich mit dem richtigen Setup, passenden Apps oder Custom-Lösungen umgehen.

Theme-Limits

Im Shopify Theme-Editor sind pro Template maximal 25 Sections möglich. Dieses Limit betrifft allerdings nur sehr lange, besonders modulare Seiten, etwa stark individualisierte Landingpages mit vielen Blöcken, Slidern oder dynamischen Inhalten. In der Praxis wird diese Grenze in den meisten Shops selten erreicht.

Limitierte Produktvarianten

Shopify erlaubt derzeit nur 3 Optionen pro Produkt (z. B. Farbe, Größe, Material) und maximal 100 Varianten. Gerade für konfigurierbare Produkte mit vielen Kombinationsmöglichkeiten ist das ein Engpass, aber auch Fashio Brands mit vielen Farben und Größen sind oft betroffen.

Zwar ist von Shopify ein Rollout von bis zu 2000 Varianten pro Produkt angekündigt, dieser steht aber aktuell (Stand: August 2025) noch aus.

Lösung:

  • Erweiterte Optionen per App (z. B. Live Product Options)
  • Variantenlogik mit Metafields abbilden oder Produktstruktur umdenken

Limit bei Filtern: 5000 Produkte

Wenn du mehr als 5000 Produkte im Shop hast, kommst du an ein natives Limit von Shopify Search & Discovery: Die Filter-Logik funktioniert dann nur noch eingeschränkt bzw. mit Ausnahmen. Das betrifft insbesondere größere Sortimente im Fashion-, Food- oder Elektronikbereich.

Lösung:

  • Kategorien so strukturieren, dass sie immer unter 5000 Produkten liegen
  • Externe Tools wie Searchanise, Algolia oder Doofinder integrieren
  • Headless-Setup mit eigener Suchlogik in Erwägung ziehen

Upload-Limits & CSV-Problematik

Gerade bei großen Sortiments-Updates, Medienimporten oder Massenpflege via CSV stößt Shopify an Grenzen. Der native CSV-Upload ist dabei sehr restriktiv: Schon kleinere Formatfehler führen oft zu Fehlermeldungen, der Upload bricht ab oder verarbeitet nur einen Teil der Daten. Besonders bei Bildern und strukturierten Daten (z. B. Metafelder, technische Spezifikationen) wird es schnell unübersichtlich.

Lösung:

  • Produkte und Medien über die Shopify API verwalten
  • Apps wie Matrixify nutzen: erlaubt u. a. planbare Updates, Bildpflege, Massenanpassungen
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Wenig Spielraum im Checkout

Shopify schützt seinen Checkout und schränkt damit den Spielraum ein. Ohne Shopify Plus lassen sich nur bestehende Checkout-Elemente anpassen. Beispielsweise kann die Reihenfolge der Zahlungsarten (z. B. PayPal an erster Stelle) auch ohne Shopify Plus angepasst werden.

Mit Shopify Plus hingegen ist deutlich mehr möglich:

  • Anpassung per Checkout Extensibility 
  • Integration von Trust-Elementen oder USP-Icons direkt im Checkout
  • Durchführung von A/B-Tests

Falls du kein Shopify Plus hast, kannst du alternativ Anpassungen und A/B-Tests im Warenkorb durchführen, um deine Conversion Rate zu erhöhen.

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Keine Marktplatzfunktion „out of the box“

Shopify ist kein Marktplatz-System. Wenn du mehrere Händler:innen auf einer Plattform abbilden willst, stößt du schnell an strukturelle Grenzen.

Mögliche Workarounds:

Eingeschränkte B2B Funktionen

Shopify wurde als B2C-Plattform entwickelt. Viele typische B2B-Anforderungen wie Nettopreise, individuelle Preislisten, Mindestmengen, Zahlungsziele oder differenzierte Kundenrollen fehlen im Standard.

Lösungen:

B2B lässt sich trotzdem erfolgreich mit Shopify umsetzen, abhängig vom Setup und der Unternehmensgröße. Grundsätzlich gibt es drei praktikable Wege:

1. Basic-Lösung ohne App

  • manuelle Freischaltung registrierter B2B-Kund:innen
  • Preisnachlässe über Rabattcodes
  • Sichtbarkeit sensibler Infos erst im Checkout
  • Vorteil: schnell umsetzbar, keine Zusatzkosten
  • Nachteil: nicht skalierbar, wenig automatisiert

2. App-basierte Lösung (z. B. SparkLayer, B2B & Wholesale Solution)

  • Registrierung & Login speziell für B2B
  • sichtbare Nettopreise nur nach Login
  • Staffelpreise, Mindermengenzuschläge, Rechnungsoptionen
  • Apps wie Locksmith für Login-Schutz, Shopacado für Staffelpreise, Handsfree für USt-ID-Prüfung
  • Kund:innengruppen und Inhalte lassen sich gezielt steuern

3. Shopify Plus mit B2B-Modul

  • native Funktionen wie individuelle Preislisten, Zahlungsziele, Unternehmensaccounts
  • Verwaltung mehrerer Standorte pro Kund:in
  • rollenbasierte Rechtevergabe
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Eingeschränkte URL-Struktur

Die URL-Struktur in Shopify kann nicht verändert werden (/products oder /collections/). Für manche SEO-Strategien (z. B. bei Migrationen) kann das unpraktisch sein.

Lösung:

  • saubere Informationsarchitektur trotz Pflichtpfade
  • Canonical Tags und Umleitungen korrekt einsetzen
  • Optional: Headless-Setup für 100%ige URL-Kontrolle

Wann Shopify (noch) nicht die richtige Lösung ist

Shopify ist vielseitig, skalierbar und für viele Geschäftsmodelle ideal, aber nicht für alle. Diese Szenarien sind (noch) kritisch:

Marktplatzmodelle mit mehreren Verkäufer:innen

Onboarding, Seller-Abrechnung und getrennte Dashboards lassen sich nicht ohne tiefes Custom Development abbilden.

Sonderwünsche im Zahlungsanbieter-Bereich

Wenn du auf spezielle Anbieter, POS-Integrationen oder eigene Checkout-Logik angewiesen bist (z. B. für Leasing oder Branchenlösungen), kann Shopify an seine Grenzen stoßen.

Fazit: Shopify als „Allrounder“

Unserer Erfahrung nach bietet Shopify eine der durchdachtesten E-Commerce-Plattformen mit Fokus auf Effizienz, Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit.

Wir sehen regelmäßig, wie Händler:innen ohne tiefes technisches Know-how mit Shopify moderne, performante Shops launchen. Das liegt vor allem an:

  • der intuitiven Benutzeroberfläche
  • der kontinuierlichen Weiterentwicklung
  • der robusten, sicheren Infrastruktur

Weil Hosting, Updates und Sicherheit vollständig von Shopify übernommen werden, können sich Teams voll auf das Wachstum ihres Geschäfts konzentrieren.

Natürlich gibt es auch Grenzen, etwa bei stark individuellen Checkouts oder Marktplatz-Logiken. In diesen Fällen braucht es individuelle Lösungen oder Alternativen.

Für B2C-Brands jeder Größe aber gilt: Shopify wächst mit deiner Marke mit, von der ersten Produktidee bis hin zum internationalen Multichannel-Geschäft.

Mit Shopify POS kannst du Online- und Offline-Vertrieb effizient verbinden. Und auch in Deutschland ist Shopify inzwischen rechtssicher einsetzbar.

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