
Checkout A/B-Testing
Was ist A/B-Testing?
A/B Testing ist eine Methode zur datenbasierten Optimierung eines Shops.
Zwei oder mehr Varianten einer Seite oder Funktion werden parallel ausgespielt, um herauszufinden, welche besser performt. Ziel ist es, Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus zu treffen, sondern auf Grundlage messbarer Ergebnisse.
Konkret bedeutet das: Testen, welche Variante des Checkouts, Produktlayouts oder CTA-Textes zu mehr Käufen führt und somit den Umsatz steigert.
Ein häufiger Irrglaube ist, dass A/B-Testing im Shopify Checkout gar nicht möglich sei. Das stimmt nicht, denn mit Shopify Plus lassen sich gezielt auch Checkout-Elemente testen und optimieren.
Wieso ist A/B-Testing im Checkout sinnvoll?
Der Checkout ist die sensibelste Phase der Customer Journey. Hier entscheidet sich, ob aus Besucher:innen zahlende Kund:innen werden. Schon kleine Reibungspunkte können zum Kaufabbruch führen.
Gerade deshalb lohnt sich gezieltes Testing:
- Welche Informationen fördern Vertrauen?
- Welche Zahlungsarten bevorzugen Kund:innen?
- Wie wirken sich Icons, Farben oder Texte auf die Conversion aus?
Besonders im Checkout kann die Conversion Rate deutlich gesteigert werden. Auf vorgelagerten Seiten wie der PDP oder Cart ist der Effekt jedoch oft sogar noch größer.
Was testen wir im Checkout?
In unseren Shopify Plus Projekten nutzen wir A/B-Testing unter anderem für folgende Szenarien:

Zahlungsarten ausblenden
Shop Pay ist für viele Händler:innen in den USA ein Erfolgsmodell. In Deutschland hingegen ist die Zahlungsart weniger verbreitet und lenkt die Käufer:innen eher ab.
In einem A/B-Test haben wir Shop Pay im Checkout ausgeblendet, was zu einer gesteigerten Conversion Rate geführt hat. Ein aufgeräumter Checkout mit Fokus auf gängige Methoden zahlt sich also aus.

Reihenfolge Zahlungsarten
Die Auswahl und Anordnung von Zahlungsarten kann einen direkten Einfluss auf die Conversion Rate haben, insbesondere in Märkten mit starken Präferenzen. In Deutschland zählt PayPal zu den beliebtesten Zahlungsarten.
Durch A/B-Tests im Shopify Checkout lässt sich prüfen, ob eine prominente Platzierung, z. B. als erste sichtbare Option, die Conversion positiv beeinflusst.

USP Icons anzeigen
Auch im Checkout kann es sich lohnen, Vertrauen zu stärken. Durch gezielt platzierte USP-Icons, etwa für „In 1-2 Tagen bei Ihnen“ oder „30 Tage Garantie“, lässt sich der wahrgenommene Wert des Angebots steigern.
A/B-Tests zeigen: Wenn solche vertrauensbildenden Elemente klar kommuniziert werden, fühlen sich Kund:innen in ihrer Kaufentscheidung bestätigt, was sich positiv auf die Conversion Rate auswirken kann.

Payment Icons anzeigen
Durch das zusätzliche Einblenden bekannter Zahlungssymbole wie Visa, Mastercard, PayPal oder Klarna wollen wir testen, ob das Vertrauen der Kund:innen gestärkt wird und somit zu einer höheren Conversion Rate führt.
Eine klare und übersichtliche Darstellung dieser Payment Icons vermittelt Sicherheit. Kund:innen erkennen auf einen Blick, dass sie aus etablierten, vertrauenswürdigen Zahlungsoptionen wählen können.
A/B Tests zeigen, dass schon kleine Anpassungen in der Positionierung oder Größe der Icons einen spürbaren Einfluss auf den Abschluss des Kaufprozesses haben können.
Grenzen & Herausforderungen
Shopify Plus Voraussetzung
Checkout Tests sind nur mit Shopify Plus umsetzbar. Standard-Shops bleiben hier außen vor.
Technische Komplexität
Checkout-Tests erfordern ein tiefes Verständnis von Shopify Functions, Liquid, Metaobjects und gegebenenfalls Checkout-Apps. Ohne Entwickler:innen-Know-how oder erfahrene Partner:innen ist die Umsetzung kaum machbar.
Keine vollständige Checkout-Kontrolle
Grundlegende Logiken (z. B. neue Schritte einführen) lassen sich nicht testen oder ändern. Shopify schützt die Checkout-Kernstruktur bewusst.
Was lässt sich ohne Shopify Plus testen?
Ohne Shopify Plus ist der Zugriff auf den Checkout begrenzt – A/B-Tests im klassischen Checkout sind dann nicht möglich. Aber: Direkt davor, im Warenkorb, gibt es dennoch sinnvolle Stellschrauben, um Conversion und Warenkorbwert zu erhöhen.

Lieferzeiten & Versandhinweise
Die klare Kommunikation von Lieferzeiten oder Versandgrenzen hat großen Einfluss auf das Kaufverhalten. Besonders effektiv: eine dynamische Shipping Bar, die anzeigt, wie viel noch fehlt, um zum Beispiel kostenlosen Versand oder ein kleines Geschenk zu erhalten.
Diese psychologische Wirkung lässt sich gezielt nutzen, um den durchschnittlichen Bestellwert (AOV) zu steigern.

Ersparnisse im Warenkorb
Durch Bundles oder Rabattcodes lassen sich häufig attraktive Summen sparen. Kund:innen sind deutlich eher bereit, ihren durchschnittlichen AOV zu erhöhen, wenn sie den konkreten Vorteil in Euro sehen.
Eine klar platzierte Textzeile wie „Du sparst heute 12 €“ oder eine visuelle Hervorhebung direkt im Warenkorb kann den entscheidenden Impuls zur Kaufentscheidung geben.

Upselling
Ein weiteres spannendes Testing-Feld ist Upselling. In einem A/B-Test kann geprüft werden, ob ein zusätzlicher Upsell-Tab im Checkout (z. B. „Das könnte dir auch gefallen“) den durchschnittlichen Bestellwert beeinflusst.
So lässt sich der AOV direkt im Warenkorb erhöhen, ohne die Conversion Rate negativ zu beeinflussen.
Fazit: Gamechanger A/B-Testing im Checkout
Der Checkout ist der kritischste Moment im gesamten Kaufprozess. Hier entscheidet sich, ob aus Interesse Umsatz wird. A/B-Testing im Checkout ist ein echter Hebel zur Conversion-Optimierung.
Besonders bei Trust-Elementen, Zahlungsarten, Preisvorteilen oder Versandinformationen zeigen Tests: Schon kleine Änderungen können große Wirkung entfalten. Mehr Vertrauen, weniger Friktion, klarere Kommunikation. All das zahlt direkt auf die Conversion Rate ein.
Wer das volle Potenzial seines Shops ausschöpfen will, sollte gezielt testen, messen und anpassen. Denn gerade im Checkout gilt: Jede Unsicherheit kostet & jede Optimierung zahlt sich aus.
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